Trail Running – Back to Nature

| Trailrunning | 21/02/2012 | 1 Kommentar

Der Begriff Trail Running (Trail bedeutet Weg, Pfad) bezeichnet das Laufen (Running) jenseits des Asphalts und lässt sich am besten mit Landschafts-, Wald- oder Naturlauf übersetzen.

Ursprung

Der Ursprung dieser Outdoor Sportart liegt demnach im Slogan: Back to Nature – Zurück zur Natur.

Im Gegensatz zum Laufen auf befestigten Straßen, die naturgemäß über ein mehr oder weniger hohes Verkehrsaufkommen und somit über Abgase und Lärm verfügen, gestattet es das Trail Running, sich abseits dieser urbanen Belastungen über Wiesen, auf Waldwegen oder Bergpfaden zu bewegen, mit frischer Luft in der Lunge und der Natur im Auge.

Ein weiterer Unterschied zum Laufen auf der Straße ist das jeweilige Gelände und dessen verschiedene Untergründe, Unebenheiten und Hindernisse wie Steine, Wurzeln und Co. Dies schult sowohl die Konzentration als auch die Koordination wesentlich besser als eine ebene Straße und beansprucht somit auch mehr Muskelgruppen als normales Jogging.

Die verschiedenen Disziplinen

Cross-Running“ bezeichnet den “Laufmix“ auf Straßen und natürlichen Untergründen, etwa dann, wenn der Läufer von zuhause aus auf Asphalt startet und sodann Kurs auf den Park oder den Wald nimmt.

Cross-Trail“ bedeutet dagegen, sich ausschließlich abseits der Straße, jedoch stets auf vorhandenen Wegen oder Pfaden zu bewegen. Der Unterschied zum ebenfalls abseits der Straßen stattfindenden “Crosslauf“ sind dessen meist nur ein bis drei Kilometer langen, vorgegebenen Parcours. Die Wettbewerbs-Trail-Läufe erstrecken sich dagegen sogar über Marathondistanz und mehr, ebenso gibt es diverse Berglauf-Bewerbe.

Die wohl extremste Form des Trail-Runnings nennt sich “Trail-Adventure“ – ein abenteuerlicher Lauf über Stock und Stein oder auch über Bach und Baum, wobei ebenso teils anspruchsvolle Steigungen und Gefälle zu überwinden sind.

Die Ausrüstung

Die Wahl der Schuhe richtet sich nach den jeweiligen Untergründen. So reichen die üblichen, meist gut dämpfenden Straßenlaufschuhe beim Cross-Running völlig aus, während beim Cross-Trail, vor allem aber beim Trail-Adventure großer Wert auf ein verstärktes, wasserdichtes und äußerst griffiges Schuhwerk (Noppensohle) mit eher geringer Dämpfung gelegt wird.
Ansonsten beschränkt sich die Kleiderwahl auf die entsprechenden Outdoor Umstände wie Jahreszeit und Wetter , also atmungsaktive, wind- und wasserdichte oder wärmende Sportbekleidung.

Die Vermutung, nach der das Trail-Running vor allem der Umsatzsteigerung der Sportartikelhersteller dient, liegt zwar nahe, doch die Nachfrage nach normalen, leichten Joggingschuhen ist weitaus höher als die nach trail-tauglichen Tretern mit hartem Tritt und grobem Profil. Gleichwohl gelten Marken wie Adidas, Asics, Brooks, Jack Wolfskin, Puma oder Viking als Hersteller von trail-erprobtem Equipment.

Trail-Running-Veranstaltungen in Europa

Der bekannteste ist der 1973 ins Leben gerufene und Mitte Mai stattfindende “GutsMuths-Rennsteiglauf“ im Thüringer Wald. Rund 14.000 Teilnehmer, die sich auf eine Distanz von bis zu 72,7 Kilometer begeben, machen ihn somit zum größten Landschaftslauf Europas.
Auch gibt es sogenannte Lauf-Cups wie den “Salomon Gore-Tex Trailrunning Cup“, der sich aus dreizehn deutschlandweit ausgetragenen Einzelläufen zusammensetzt.
Der wohl härteste Trail-Lauf der Welt ist der “Ultra-Trail du Mont-Blanc“ (UTMB) mit einer Streckenlänge von etwa 160 Kilometern und einem zu überwindenden Höhenunterschied von über 9000 Metern bei einem Zeitlimit von 46 Stunden!

Bilder: Salomon

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Ein paar Worte zum Autor ()

Seit Jahren interessiert sich Aender für die Neuheiten in den Bereichen Trekking, Outdoor, Bergsteigen, Klettern. Besonders die Innovationen in Sachen technisches Equipment und Funktionalität wissen zu begeistern.

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