Great Glen Way – ein Bericht

| Schottland | 10/07/2008 | 1 Kommentar

Während der letzten 11 Tagen waren wir (unsere Pfaditruppe) in Schottland unterwegs. Der Great Glen Way sollte in 6 Tagesetappen bewältigt werden, den Rest unseres Aufenthaltes verbrachten wir in Schottlands Hauptstadt. Von den 110 km der Gesamtdistanz, legten wir gut 80 km zurück, da wir durch die Wetterkapriolen einzelne Tage pausieren mussten und die respektiven Etappen übersprangen.

Das schlechte Wetter während den paar Tagen ändert jedoch nichts an den atemberaubenden Eindrücken, welche man entlang des Weges erhält.

Auf einige Punkte möchte ich dennoch etwas genauer eingehen.

Der Weg

Der Weg ist bis auf einige Ausnahmen relativ unspektakulär, wenn nicht sogar richtig langweilig. Zu 90% verläuft der Weg über breiten Schotter, so dass auch Radfahrer von dieser Tour profitieren können. Und dies stört natürlich gewaltig, da man von diesem öden Belag nicht mehr loskommt. Kilometer um Kilometer schlängelt sich dann der Weg auch noch entlang des Kaledonischen Kanals, welcher als Wegweiser der Streckenführung des Great Glen Ways diente.

Der Kanal verbindet die Ost-und Westenden Schottlands, genauer gesagt die Städte Fort William und Inverness. Heute treiben ein paar Amateur-Kapitäne auf dem Kanal ihr Unwesen, in vergangenen Tagen sollte diese Verbindung einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Region bedeuten, doch der erhoffte Erfolg blieb aus.

Schlafgelegenheiten

Im Allgemeinen ist es in Schottland erlaubt wild zu campen. Jedoch sollte man sich nicht direkt neben dem Kanal niederlassen, Schilder weisen auf dieses Verbot hin. Desweiteren kann man sich in den Schleusen (South Laggan und Ford Augustus) an den Schleusenmeister halten, der kennt die Schlafplätze. Ebenso händigt er auch den Schlüssel, welcher Zugang zu den sanitären Anlagen verschafft, gerne aus. Diese kleinen Häuschen sind mit Toiletten sowie Duschen versehen, einige bieten sogar einen Waschraum an.

Öffentliche Campings gibt es auch etlang des Weges. Doch sollte man sich vorher gut informieren. Da wir in einer Gruppe von 15 Mann reisten, war es meistens etwas schwierig Unterschlupf zu finden. Aus Gründen wie “Wir nehmen keine Gruppen auf”, “Nur Erwachsene” wurden wir von besagten Anlagen ferngehalten.

Die Ranger des “Great Glen Ways” sind sich diesen Problems wohl bewusst, und meinen dazu “it’s a shame”. Ihr Tipp ist es einfach entlang des Weges zu zelten.

Informationen

Auf der Suche nach Informationen kann man sich erstens einmal im Internet umschauen, auf der offziellen Great Glen Way Seite findet man einige wichtige und praktische Tipps.

Doch sollte man sich auch vor Ort in dem ersten Touristen-Info-Zentrum weitere Tipps erfragen. Den Kauf des Informations-Heftchen mit allen möglichen Antworten auf unzählige Fragen, scheint mehr als nur sinnvoll, sondern ist fast unentbehrlich. Auch eine Karte mit den einzelnen Etappen ist praktisch.

Fazit

Der Great Glen Way ist eine einfache Tour, welche von jedem bewältigt werden kann. Ich persönlich werde dieser Wanderung jedoch nicht empfehlen, es sei denn derjenige sucht leichtbegehbares Terrain.

Ein paar Worte zum Autor ()

Seit Jahren interessiert sich Aender für die Neuheiten in den Bereichen Trekking, Outdoor, Bergsteigen, Klettern. Besonders die Innovationen in Sachen technisches Equipment und Funktionalität wissen zu begeistern.

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