Tour mit dem Hundeschlitten
Am zweiten Tag unserer Reise besuchten wir das Wildnis-Zenter in Tromso. Um kurz vor 10.00 Uhr wurden wir am Hotel abgeholt.
Kurze Zeit später konnten wir uns bereits die vielen Hunde anschauen. Währenddessen bereitete der Musher den Schlitten und das Hundegespann vor.
Da wir die einzigen Gäste an diesem Morgen waren, ging es auch gleich für eine eineinhalbstündige Tour los.
Trotz des offensichtlichen Schneemangels genossen wir die Landschaft. Normalerweise gibt es in diesem Gebiet ca. 0,5 m Schnee, diesen Winter seien es jedoch nur um die 30 cm gewesen. Und somit war so manche Stelle nicht weiter mit Schnee bedeckt. Die Fahrt über zugefrorene Teiche und Weiher waren schon etwas aufregend. Zumal man das Knarzen der Eisdecke unter uns hörte und spürte.
Der Musher gab es uns einige Infos zur Haltung der Hunde und deren besonderen Eigenschaften. So kann ein Husky 3-4 mal seines eigenen Körpergewichts als Last ziehen. Für einen Schlitten mit 2 Personen braucht man je nach Alter der Hunde zwischen 6-8 Huskies. Distanzen von etwa 100km können ebenfalls problemlos von einem solchen Gespann an nur einem Tag zurückgelegt werden. Die Höchstgeschweindigkeit eines Alaska-Huskies liegt bei etwa erstaunlichen 30km/h.
Da wir auch mal einen Schlitten lenken wollten, blieben wir bis zum späten Nachmittag im Camp.
In einem Lavoo (einem Tipi der Samen) gab es stets Kaffee oder Tee und Kuchen. Auch wurde uns eine warme Mahlzeit (Rentier-Gulasch) angeboten. Am Lagerfeuer konnten wir uns auch immer wieder aufwärmen.
Um 15.00 Uhr ging es dann endlich los! Jeweils eine Person stand am Steuer, die andere sass gut verpackt im Schlitten. In einer Gruppe von 6 Schlitten konnten wir nun mitfahren. Es war ein echt tolles Erlebnis, man spürte die Kraft und Energie der Hunde, die unermüdlich immer weiter wollten.
Nach gut 2 Stunden als Musher, mussten wir leider wieder abfahren. Ein actionreicher Tag nahm somit sein Ende. Einige Impressionen von unserer Tour sind hier zu sehen.
(Wie bereits bei anderen Bildern, sind diese auch nicht immer ganz so scharf. Die Lichtverhältnisse und die Bewegungen sind und bleiben immer eine Herausforderung für den Fotografen.)




