Island Trekking – Touristen
Nach unserer 4-tägigen Tour, gönnten wir uns einen Tag Zwangspause. Wir wollten uns einen Wagen mieten, und machten uns somit auf die Suche. Doch wir wurden bei den grossen Vermietern nicht fündig. So gingen wir ins Touristen-Informationszentrum, die Mitarbeiter dort, betätigten daraufhin ein paar Telefongespräche. Nach ein paar Minuten, wurde uns dann bestätigt, dass wir ein Auto erhalten würden, aber erst am kommenden Tag.
Besser als gar nichts, so verbrachten wir den ganzen Tag in Reykjavik, liessen uns in einem Café nieder, und tranken ganz ohne Stress unser 7.50EUR-teueres Bier. Auch ein paar Outdoorläden wurden durchkämmt, doch wurden wir, wegen den gehobenen Preise, nicht fündig.
Highlight des Tages war aber ohnehin das Fischrestaurant direkt am Hafen, in einem “urigen” Lagerraum, konnten wir uns zwischen zig-verschiendenen Fischsorten entscheiden, welche dann frisch gebraten wurden. Die Hummersuppe und Walfleisch mit Gemüse wurden von mir getestet, und für sehr gut empfunden, den anderen ging es ähnlich. Allesamt waren wir zufrieden und satt. Also das Fazit lautet: unbedingt empfehlenswert!!
Mittwoch, an dem wir unser “Swift” erhielten, fuhren wir auch direkt zu den bekannten Geysiren. Etwas enttäuschend war es schon, viel zu viel aufgebauscht. Touristen, wurden massenweise am Geschenkeshop entladen. Nun ja… ist nicht grad unser Ding.
Weiter ging die Fahrt an den Gülfoss, den grössten und schönsten Wasserfall des Landes. Ähnlich wie beim Geysir, waren auch hier Unmengen von Touristen präsent. Nach diesem Touristenfänger, fuhren wir weiter Richtung Norden. Die Westfjorden sind sehr schön, doch muss man viel fahren um überhaupt in eine andere Stadt zu gelangen. Die Strassen sind sehr kurvenreich, was unserem Spieltrieb nur zugute kam; ein paar Rallye-Runden wurden schon gedreht.
Diesen ersten Tag schlossen wir mit einem wohlverdienten Bier in einer Notunterkunft ab. Nach unseren nächtlichen Erlebnissen (ungewollter Besuch) entschieden wir uns weiter zu fahren, an zwar nach Isafjördur, der zweitgrössten Stadt Islands. Als super Nebeneffekt auf der Fahrt dorthin, konnten wir den Polarkreis überwinden (oder fast). Auf 66° Nord, auch Markenname eines isländischen Bekleidungsherstellers, liessen wir uns es nicht nehmen, und machten ein paar Fotos.
Am gleichen Tag ging es wieder zurück nach Reykjavik, wir verbrachten die Nacht jedoch in Bogarnes in einem etwas heruntergekommenen Motel “Venus”, es nicht so sehr prickelnd die Haare des Vormieters aus dem Abfluss zu ziehen.
Das Frühstücksbuffet sah auch nicht so super aus, gut das wir keines benötigten. Es ging zurück nach Reykjavik, schliesslich mussten noch etwaige Souvenirläden abgeklappert werden. Ein obligater Strickpullover (echte Islandwolle) und ein paar weitere Mitbringsel strapazierten arg unsere Geldbörse. Die letzte Nacht, wie schon erwähnt, schliefen wir, in der Jugendherberge am Flughafen.
Samstags, am Tag unserer Abreise, stand noch der Besuch in der Blue Lagoon auf dem Programm. Zirka 2 Stunden planschten wir in der heissen Quelle, bevor uns zum Flughafen begaben. Die übliche Sicherheits-Prozedur liessen wir über uns ergehen, ehe wir dann noch die letzen Kronen ausgaben. Mit etwas Verspätung erreichten wir dann am Abend den Hahner Flughafen. So gegen 24.00 waren wir dann wieder zu Hause.
Abschliessend könnte man sagen, dass Island auf jeden Fall eine Reise wert ist, auch ohne eine Fusswanderung!









