Haiti – das Land der Gegensätze
Schon etwas mehr als 2 Jahre ist es nun her, dass wir zuletzt in Haiti waren. In den Ferien rund um die Osterfeiertage werden wir dann auch in die Karibik fliegen.
Vor rund 10 Tagen konnten wir einen wichtigen Schritt erledigen und buchten die Flüge. Nachdem uns im Reisebüro ein wirklich teuerer Kostenvoranschlag für die Tickets unterbreitet worden war, entschieden wir uns die Flüge im Internet zusammenzustellen.
Unser Flugplan (Hin- und Rückflug) sieht nun, wie folgt, aus:
- Frankfurt (a.M.) – New York (JFK) mit Singapore Airlines für 530 EUR
- New York (JFK) – Port-au-Prince mit American Airlines für 430 EUR
Die Fahrt nach Frankfurt werden wir mit 2 PKW’s bewältigen. Bei 5 Leuten mit Gepäck genügt ein Auto nicht, zudem kann jeder 2x 23kg Gepäck mitnehmen. Da unser Flug schon am frühen Vormittag in New York ankommt, können wir den Rest des Tages in Manhattan verbringen. Der Flug nach Haiti geht erst am Morgen danach.
Leider ist es nicht möglich in einem Tag nach Port-au-Prince zu fliegen. Mehrere Airlines fliegen wohl den internationalen Flughafen “Toussaint Louverture” an, aber die Flugverbindungen sind einfach nicht aufeinander abgestimmt.
Während unseres Aufenthalts werden wir, unterem anderem, einige Ausflüge in den Süden (Jacmel) und den Norden (Cap Haitien) der Insel unternehmen. Desweiteren ist auch ein Tag inmitten der Hauptstadt geplant. Die restliche Zeit werden wir in Carrefour, einer Randgemeinde der Hauptstadt, in einem kleinen gemütlichen Hotel, verbringen. Zum eigentlichen Grund unserer Reise gibt es später mehr.
Ein paar Infos zu Haiti
Die “République d’Haïti” teilt sich die Insel Hispaniola mit einem bekannten Nachbarstaat, der Dominikanischen Republik. Die etwa 9 Millionen Einwohner leben, laut Statistiken, im ärmsten Land der westlichen Hemisphäre, und sind besonders oft von Naturkatastrophen, sowie politischen Unruhen betroffen. Und dies zuletzt im Jahr 2008, als die Nahrungsmittelpreise in die Höhe schnellten, konnten die meisten Einwohner nicht einmal mehr eine Tasse Reis, geschweige denn andere Grundnahrungsmittel, kaufen. Diese Krise führte zur Auflösung der, erst im Februar 2006 gewählten, Regierung. Der Premierminister Jacques-Edouard Alexis zog sich nach nur einem kurzen Mandat zurück.
Das “hügelige Land” (aus dem Kroelischen ”Ayiti”) erklärte schon 1804 seine Unabhängigkeit, in dem es sich gegen die französischen Truppen auflehnte. Es entstand die erste, von Schwarzen und Mulatten, gegründete Republik. 1825, zur Anerkennung der Unabhängigkeit, forderte Frankreich jedoch eine finanzielle Gegenleistung (Entschädigung). Die stattliche Summe von umgerechnet 17 Milliarden Euro, welche über Jahre hinweg abbezahlt werden musste, trug massgeblich zur katastrophalen Lage der jungen Republik bei.
Im Laufe der Zeit wechselten die Regierungschefs häufig und ein Weiterkommen in vielen Belangen, ob nun politischer oder wirtschaftlicher Natur, war nicht möglich. Von 1915-1934 wurde das Land von amerikanischen Truppen besetzt. In dieser Zeit schlugen auch Anstrengungen zur Verbesserung der Lebensqualität fehl. Die Reform des Bildungssystems blieb ebenfalls erfolglos.
In den 50er Jahren kamen die Duvaliers an die Macht, auch bekannt unter den Namen “Papa Doc” und “Baby Doc“. Lange Jahre der Diktatur waren die Folge.
Erst mit der Ausreise, im Jahr 2004, des letzten grossen Diktators “Jean Bertrand Aristide” erlebte Haiti einen Neuanfang. Nach einer Übergangszeit von 2 Jahren konnte eine demokratisch gewählte Regierung ihr Mandat 2006 antreten. Nichts destotrotz sind die UN-Truppen mit 10’000 Soldaten (MINUSTAH) in der Hauptstadt Port-au-Prince weiterhin präsent.
Die Reise nach Haiti, weil…
… dort eine kleine luxemburgische Organisation Projekte in einem Vorort von Port-au-Prince unterstützt. Die Vereinigung
“Action Avenir Haiti“, welcher wir angehören, finanziert und unterstützt dort zum einen, ein Projekt für kleine Kredite (Microfinance), zum anderen den Aufbau einer Schule. In der Regel besucht mindestens ein Vorstandsmitglied die Projekte einmal im Jahr, diesmal sind wir allerdings zu 5.
Die Besuche sind von Bedeutung, da wir erstens die Projekte besichtigen und uns ein Bild machen können und zum zweiten sind mehrere Gespräche mit den lokalen Vertretern geplant. Nur so, kann man die Projekte verfolgen und das gesammelte Geld gezielt weiter investieren.
Ein anderer, aber nicht unerheblicher Grund, ist die Tatsache Freunde und Bekannte dort zu treffen. Das gute Wetter ist aber auch eine Möglichkeit unserem tristen Alltagsgrau für einige Zeit zu entfliehen.
Weitere Eindrücke von den Projekten sind auf www.aah.lu erhältlich, allerdings nur in französischer Sprache.
Quellen:
- de.wikipedia.org
- www.aah.lu









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