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Im Gespräch – Die Gnomads

Ich konnte also Nils und Yvonne von gnomad.de davon überzeugen mir ein paar Fragen zu beantworten. Wie gewohnt werde ich nicht weiter auf die beiden eingehen, die stellen sich nämlich gleich selbst und ihre grosse Unternehmung vor. Also viel Spass beim Lesen….

Könntet ihr euch kurz vorstellen. Welche Idee steckt hinter der Weltreise?

Wir sind Nils und Yvonne und seit Januar 2009 reisen wir mit unseren Rucksäcken um die Welt. Acht Monate Hawaii, Zentral- und Südamerika sowie vier Monate Afrika liegen hinter uns. Mittlerweile sind wir also genau ein Jahr unterwegs und vor uns liegt noch ein weiteres Jahr. Der Flug nach Neuseeland ist schon gebucht und wir freuen uns bereits auf „Down under“.

Denn vor sechs Jahren wurde am Whitehaven Beach an der Ostküste Australiens die Idee unserer Weltreise geboren. Wir waren vom Anblick des Strandes so fasziniert, dass wir dachten: “Wie viele mehr oder weniger verborgene Paradiese gibt es auf unserer Erde? Und wir können sie noch nicht einmal erahnen! Wir wollen eine Vorstellung von den Paradiesen bekommen, sie spüren.“ Und schon war klar, was wir mit unseren Ersparnissen anstellen würden.

Wie bereitet man eine solche Tour vor?

Nachdem die Idee fix war, haben wir angefangen, immer wieder ein bisschen über unterschiedliche Länder zu lesen. Wir haben uns Bildbände und Reiseführer angeschaut und ein bisschen geträumt. Aber immer im Stillen, nur für uns. Nur ganz wenige Mitmenschen kannten unseren Traum. Und natürlich haben wir von nun an erst recht gespart.

Stück für Stück sind unsere Vorbereitungen dann gewachsen. Nils hat z. B. zwei Jahre vorher seine Festanstellung im Onlinemarketing gekündigt und sich selbständig gemacht. Ein halbes Jahr vor Abflug ging’s dann richtig los: Kataloge von Outdoorshops wurden gewälzt, Unterstellmöglichkeiten für unsere Möbel mussten gefunden werden. Wir haben uns über verschiedene Flugtickets, Krankenversicherungen, Reiseapotheke und Impfungen informiert. Drei Monte vorher mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden und alles, was bisher in unseren Köpfen umherschwirrte, musste umgesetzt werden: Job gekündigt, Wohnung aufgelöst, Flug gebucht, Impfungen durchgeführt, Krankenversicherung abgeschlossen und Auto verkauft. Das war eine ziemlich stressige Zeit. Wir mussten an so viele Kleinigkeiten denken, die wir heute längst vergessen haben. Auf jeden Fall waren wir sehr froh, als wir am 13. Januar total erschöpft im Flieger saßen.

Gibt es feste Routen oder sind das eher spontan getroffene Entscheidungen?

Klar stand von Anfang an, dass wir je sechs Monate in Südamerika, Afrika, Asien und Ozeanien verbringen wollen. Jeder von uns beiden durfte quasi eine “Länderwunschliste“ abgeben und heute versuchen wir, dieser Liste gerecht zu werden. Wie wir dies umsetzen, ist egal, hoch lebe die Spontaneität! Eine feste Route haben und hatten wir also nie. Und das schöne an unserer Reise ist, dass wir dort bleiben können, wo es uns am besten gefällt.

Ihr seid nun ein ganzes Jahr unterwegs. Zeit ein erstes Fazit zu ziehen!?

Fazit Nr. 1

Die Welt ist wunderschön! Vor allem dort, wo wir Menschen das Zepter noch nicht in die Hand genommen haben und wir reine Natur erleben, bzw. sich die Menschen in die Natur integriert haben, herrscht eine ganz eigenartige und ganz besondere Atmosphäre, die wir mit Worten nicht beschreiben können. Erlebt haben wir diese z. B. im Dschungel und im Hochland Boliviens, in Patagonien, auf den Galapagos Inseln und auf Safari, wenn wir z. B. Blickkontakt mit Löwen hatten.

Fazit Nr. 2

Unsere persönlichen Highlights im ersten Jahr waren:

In Afrika: Safari in Tansania und im Krüger Nationalpark, die Kilimanjarobesteigung, Chillen auf der Insel Sansibar. In Namibia beeindruckten uns die Sanddünen von Sossusvlei am meisten.

In Südamerika: Trekken in Patagonien, Bolivien (auch wenn wir zwei uns da nicht ganz einig sind), Machu Picchu, die Galapagos Inseln und Tango tanzen in Buenos Aires.

Fazit Nr. 3

Eine Weltreise bedeutet nicht immer ausschließlich „Ponyhof“. Eine Weltreise ist ein knallharter Job: Ständig muss organisiert und geplant werden und dies gestaltet sich weder in Südamerika noch in Afrika als einfach, denn man kann sich auf relativ wenig verlassen. Zum Beispiel kann eine Frage, gestellt an drei unterschiedliche Menschen, drei unterschiedliche Antworten bedeuten. Die Reisedurchfälle, die uns vor allem in Südamerika zu schaffen gemacht haben, zehren und kosten Kraft. Wir müssen ständig auf der Hut sein, dass nichts von unserer Ausrüstung verloren geht und wir nicht beklaut werden.

Fazit Nr. 4

Man darf die Dinge niemals miteinander vergleichen. Und dies ist nach einem Jahr Weltreise die größte Herausforderung für uns persönlich und eine der wichtigsten Grundregeln überhaupt geworden. Denn sobald wir z. B. Länder, Nationalparks, Sehenswürdigkeiten, Mentalitäten,… miteinander in Beziehung setzen und Vergleiche anstellen, wird eins davon abgewertet. Und dies ist ungerecht und schade, denn schließlich hat alles und jedes seinen Reiz auf seine ganz eigene Art.

Fazit Nr. 5

So anstrengend mache Tage auch sind, so sehr wir uns manchmal nach Ruhe und einem vertrauten Nest sehnen, so klasse ist unsere gemeinsame Zeit draußen in der weiten Welt!! Und wenn wir uns noch mal entscheiden müssten, wir würden sofort wieder alles auflösen und unsere Rucksäcke auf’s Neue packen!

Was wünscht ihr euch für die noch verbleibende Zeit?

An oberster Stelle steht für uns beide die Gesundheit!

Ein weiterer Wunsch für das kommende Jahr ist, dass wir trotz der endlos vielen Eindrücke, die uns manchmal fast erschlagen, weiterhin Zeit finden zum Innehalten und Genießen.

Eine abschließende Frage: Welche Rolle spielen die Gnomads während der Reise?

Gnomads sind kleine Zwerge, die uns auf unseren Reisen seit einigen Jahren begleiten. Überall huschen sie ins Bild undlassen sich zusammen mit den Sehenswürdigkeiten fotografieren. Das kann manchmal ganz lustig sein. Wenn wir z. B. mit vielen Menschen am Macchu Picchu sind und wir Fotos mit den Gnomads machen. Da kommt man schnell ins Gespräch.

Die Gnomads sind also unser Programm. Auf www.gnomads.de (man achte auf das /s/ ) sind nun schon Fotos der Gnomads aus fast 20 Ländern zu finden.

Und neuerdings haben wir auch Aufkleber, die wir an besonderen Orten wie Grenzstationen, Backpacker und Shops an Sehenswürdigkeiten hinterlassen. Vielleicht sieht ja mal einer deiner Leser einen unserer Aufkleber. Dann waren die Gnomads schon hier ;-)

Wer also mehr über unsere Reise und unser Weltreisewissen erfahren möchte, der ist auf www.gnomad.de herzlich willkommen.

Vielen Dank nochmals an die beiden Weltenbummler! Ich wünsche ihnen noch viel Spass auf ihren weiteren Reisen rund um den Globus. Spannend ist es ja allemal das Ganze im Blog zu verfolgen.

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