Im Gespräch – ausgeruestet.com

| Im Gespräch | 19/06/2009 | 0 Kommentare

Heute startet eine neue Serie im Trekking | Blog. In unregelmässigen Abständen werde ich ein paar Interviews präsentieren. Die Gesprächspartner, mit ihren interessanten Blogs, Vorhaben und Geschichten, teilen das gemeinsame Thema Outdoor, Ausrüstung und Trekking.

ausgeruestet_com

Den Anfang von dieser Reihe macht Marcel von ausgeruestet.com, vorstellen werde ich ihn und sein Blog jetzt nicht. Das könnt ihr in den folgenden Zeilen selbst lesen. Auf jeden Fall wünsche euch viel Spass.

Stell Dich und Dein Blog bitte kurz vor!

ausgeruestet.com bezeichne ich als einen „Blog für Ausrüstungsliebhaber“ – denn genau so einer bin ich auch selbst.

Thematisch lag der Schwerpunkt bisher bei Outdoorausrüstung – vorzugsweise leichte – aber auch Geocaching und EDC (EveryDayCarry) Ausrüstung sind Dinge die mich interessieren und über die ich bestimmt noch eine wenig schreiben werde.

Mein Lieblingsausrüstungsgegenstand ist übrigens das Schweizer Messer, ohne gehe ich wirklich ganz selten aus dem Haus.

Wie wurdest Du auf MYOG aufmerksam und was fasziniert Dich daran?

Auf den Begriff bin ich natürlich erst durch das Internet aufmerksam geworden, vorher war das für mich einfach „Rumbasteln“ oder allenfalls kannte ich „MacGyverismus“.

Durch Webseiten wie Instructables oder den zahlreichen Anleitungen in diversen Foren war MYOG dann irgendwann richtig etabliert und ich war begeistert aus welch einfachen Mitteln die erstaunlichsten Dinge hergestellt wurden.
Es fasziniert schon, wenn z.B. jemand mit einer alten aufgeschnitten Coladose moderne Hightech-Kocher geradezu in den Schatten stellt.

Tüfteln, ausprobieren und erfinden macht vielen Menschen – auch mir – einfach Spaß. Irgendwann ist der Ehrgeiz geweckt und man freut sich am Ende etwas Brauchbares geschaffen zu haben. Wenn man dann eventuell auch noch ein paar Euro gespart hat, umso besser.

Bedingungsanleitungen von verschiedenen Brennern und sonstigen Kleinteilen stehen Deinen Bloglesern zur Verfügung. Wie kommt eine solche MYOG-Idee zustande? Gibt es da Vorbilder (z.B. in Communities, Foren)? Oder gilt es einfach das Gewicht eines “Originals” auf das Minimum zu reduzieren?

Foren und Blogs sind auf jeden Fall eine sehr gute Quelle für neue Ideen. Dort stößt man auf andere Projekte, interessante Ansätze oder ungelöste Probleme. Dann heißt es sich hinsetzen und ausprobieren, modifizieren, erweitern, verbessern, anpassen, entwickeln…
Bei mir im Blog findet ihr eine umfangreiche Linksammlung mit interessanten Blogs, Websites und Foren die ich lese und empfehlen kann.

Beim Teelicht Kocher Projekt hatte ich einfach Spaß das (schon) übliche Dosenkocherbasteln größen- und gewichtsmäßig auf die Spitze zu treiben – 1 Gramm ist da ein ganz gutes Ergebnis. :-)
Natürlich ist mir klar, dass man damit keine ganze Familie bekochen kann, dafür gibt es andere MYOG Lösungen, wie man sie z.B. in großer Anzahl auf zenstoves.com finden kann.

Die Excel Vorlage zum Rucksackplaner dagegen entstand weil ich woanders einfach nichts richtig passendes finden konnte, da musste ich zwangsläufig selbst aktiv werden. ;-)

Gewicht minimieren ist meiner Meinung nach nur ein Teilziel bei MYOG, neben dem oben angedeuteten Erfinderehrgeiz und dem Spaß an der Sache möchte man außerdem meist noch die Ausrüstung an individuelle Anforderungen anpassen und das kann sich je nach persönlichen Bedürfnissen in der Gewichtsbilanz positiv wie negativ auswirken.
MYOG ist ja schließlich nicht nur in der „ultraleicht-Szene“ verbreitet.

Die Idee ist da, einen Plan zum Aufbau hast Du auch schon. Wo erhälst Du die benötigten Teile? Sind das Haushaltsgegenstände oder geht es auch mal in den speziellen Shop?

Bastelausruestung - (c) ausgeruestet.comDas kommt drauf an…erstmal bin ich immer geneigt Teile aus dem Haushalt zu missbrauchen, da wird eine Kartoffelsalat Packung zum Faltlöffel, eine Deokappe zum Taschenlampen Diffusor oder ein Dosenboden zum Topfdeckel.

Bei anspruchsvolleren Projekten wird dann auch mal ein spezieller (online) Shop aufgesucht. Beispielhaft seien hier extremtextil, shelby (Stoffe, Schnallen…), modulor (Bastelbedarf) und dick (Werkzeuge) genannt.
Erster Anlaufpunkt ist aber meist immer noch der örtliche Baumarkt und Bastelladen, da kann man sich zwischen den Regalreihen richtig inspirieren lassen.
Weitere gute Orte zur Materialbeschaffung sind außerdem 1€-Kramläden, Trödelmarkt, Drogerien, eBucht und insbesondere für Leichtwanderer auch der Drachen- und Modellbauladen.

Mit der Zeit fängt man auch an verschiedene Dinge zu sammeln; eventuell könnte man ja etwas davon für ein späteres MYOG Projekt brauchen. ;-)

Eine abschliessende Frage hätte ich noch: Was ist Dein nächstes Projekt?

Eigentlich würde ich auch gerne mal ein umfangreiches Projekt an der Nähmaschine starten oder vielleicht sogar mal ein eigenes Messer bauen. Aber meine Fähigkeiten und Möglichkeiten sind da bisher ziemlich begrenzt; bin doch eher bescheidener Bastler…
Vorerst werde ich in dieser Hinsicht nur bewundernd auf die tollen Projekte anderer schauen können.

Demnächst werde ich mich im Blog ein wenig dem Knoten und Knüpfen widmen und vielleicht auch damit die ein oder andere Anregung zum selber Basteln und Ausprobieren geben können. Außerdem habe ich gerade noch ein “quick-and-dirty” Flaschenstativ gebastelt.

Zum Schluss möchte mich nochmals bei Marcel für das nette Gespräch bedanken. Und ich hoffe, dass es ihm und somit euch auch gefallen und Spass gemacht hat.

Ein paar Worte zum Autor ()

Seit Jahren interessiert sich Aender für die Neuheiten in den Bereichen Trekking, Outdoor, Bergsteigen, Klettern. Besonders die Innovationen in Sachen technisches Equipment und Funktionalität wissen zu begeistern.

Kommentare (0)

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  1. Ich danke auch dir, hat Spaß gemacht! :-)

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