Im Gespräch – 5892meter.de
So, heute geht es wieder in der Kategorie “Im Gespräch” weiter. Mein heutiger Gast ist Simon Habeck von 5892meter.de. Die Frage, was sich denn nun hinter der Bezeichnung oder Domain “5892meter” verbirgt, ist sicherlich berechtigt? Die Antwort ist relativ einfach: der höchste Berg Afrikas, nämlich der Kilimanjaro, ist genau 5892 m hoch.
Ich denke, dass ich somit das Nötigste zum Blog verraten habe, den Rest wird euch Simon selbst erzählen.
Könntest du dich und dein Blog kurz vorstellen!
Die Artikel meines Blogs drehen sich um meine beiden großen Ziele in diesem Jahr: die Besteigung des Kilimanjaro im Juli und die Teilnahme am Köln-Marathon drei Monate später.
Darin berichte ich über mein eintöniges Ausdauertraining im Stadtwald und dafür umso spannendere Wandertouren rund um Köln, von ausgedehnten Einkaufstouren durch Outdoor-Läden und allem, was den angehenden Kilimanjaro-Bezwinger interessieren könnte.
Nach meiner Afrikatour baue ich das Blog allerdings zu einer “normalen” Internetseite um, quasi als Infoseite für alle die den Kibo besteigen möchten.
Wie kommt es, dass du gerade den höchsten Berg Afrikas besteigen möchtest?
Ganz ehrlich? Dafür gibt es keinen besonderen Grund. Die Idee entstand vor vielen Jahren aus einer Laune heraus, allerdings hatte ich bis heute nie Zeit (und Lust), diesen Traum zu verwirklichen. Ohne alpine Erfahrung (und DAS als Beinahe-Schweizer) bin ich ein absoluter Anfänger was das Bergsteigen betrifft und der höchste Berg Afrikas ist eben ein relativ einfach zu begehender Berg, ohne technische Herausforderung.
Trotzdem darf man natürlich die Gefahren, die ein so hoher Berg birgt nicht unterschätzen, denn die Höhenkrankheit kann jeden noch so gut trainierten Wanderer erwischen. Dann bleibt nur noch der schnelle Abstieg.
Die Besteigung des knapp 6000 Meter hohen Kilimanjaro stellt für mich eine persönliche Herausforderung dar. Hat das Ausdauertraining der letzten Monate etwas gebracht? Schaffe ich es, mich immer wieder selbst anzutreiben und weiter zu gehen? Habe ich mich für die richtigen Ausrüstung entschieden? Momentan gehen mir viele Fragen durch den Kopf, die sich aber erst in einem Monat beantworten lassen. Wir werden sehen.
Ich habe im Blog gelesen, dass es eventuell 2 Mitwanderer gibt. Wie habt ihr euch gefunden? Konntet ihr zusammen trainieren?
Meine beiden Mitstreiter habe ich über das deutsche Mount Kilimanjaro-Forum gefunden. Ich wollte die Tour, auch aus finanziellen Gründen, nicht alleine machen und habe mich dort nach Leuten umgesehen, die zur selben Zeit auf der gleichen Route den Kilimanjaro bezwingen wollten. Nach vielen E-Mails und einigen Telefonaten haben wir uns schließlich auf einen Termin geeinigt, die Flüge gebucht und mit den Vorbereitungen begonnen.
In der Zwischenzeit haben wir uns über unser eigenes Forum auf meiner Seite ausgetauscht und darin über den Sinn und Unsinn von langen Wollunterhosen diskutiert, die Bezahlung der Träger festgelegt und die geeignete Trinkwasserdesinfizierung erörtert.
So hat unsere kleine Dreier-Gruppe ganz den modernen Zeiten entsprechend im Internet zusammengefunden. Da wir aber z.T. aus völlig unterschiedlichen Gegenden kommen, gab es keine Gelegenheit zu einem Treffen geschweige denn einem gemeinsamen Training. Ein echtes Blind-Date also, bei dem wir uns das erste Mal am Frankfurter Flughafen sehen werden.
Interessant ist dabei übrigens, dass sich jeder von uns etwas anders vorbereitete, z.T. mit Höhentraining in der Höhenkammer oder aber auch durch einen mehrtägigen Ausflug auf die Zugspitze.
Noch knapp 3 Wochen und du sitzt im Flieger. Wie sind die Vorbereitungen bis jetzt verlaufen? Gab es irgendwo Schwierigkeiten?
Ich muss gestehen, dass ich mein Lauftraining zwischendurch immer wieder vernachlässigte, aber im Moment fühle ich mich sehr fit und mein erfolgreicher Halbmarathon vor zwei Monaten gab mir weiteren Auftrieb. Als Ausgleich zum oft sehr langweiligen Laufen gehe ich noch ins Fitness-Studio und versuche dort, ein paar Muskeln aufzubauen.
Im letzten Jahr durfte ich wegen einer hartnäckigen Achillessehnen-Entzündung eine lange Trainingspause einlegen und im März legte mich eine der Impfungen ziemlich flach. Was Infektionskrankheiten angeht, bin ich lieber auf der etwas sicheren Seite und ich habe mich relativ vielen Impfungen unterzogen, da blieb die ein oder andere Nebenwirkung nicht aus.
Natürlich wurde auch meine Ausrüstung während Wanderungen durchs Siebengebirge und die Eifel ausgiebig getestet und die neuen Wanderstiefel sind inzwischen gut eingelaufen. Mal sehen, wieviele Blasenpflaster ich benötige :-)
Das allermeiste meiner Ausrüstung wie z.B. Tagesrucksack und Winterjacke musste neu angeschafft werden, der finanzielle Aufwand einer solchen Tour ist also auch nicht unerheblich.
Und zum Schluss: was wird wohl das Erste sein, das du tun wirst, wenn du wieder abgestiegen bist?
Nach einem Anruf bei meiner Freundin zu Hause? Da stelle ich mir ein Fußbad auf der Veranda unseres Hotels in Moshi vor, während ich mit einem kühlen Bier der Marke “Kili” den kurzen Sonnenuntergang in Tansania genieße.
Ein kühles Bier beim Sonnenuntergang in Tansania… das könnte ich mir auch vorstellen. Auf jeden Fall möchte ich Simon danken, der bereitwillig meine Fragen beantwortet hat. Sollte sich ein potenzieller Sponsor unter den Lesern befinden, so kann ich die Seite empfehlen. Bis auf das Gipfelfoto mit Logo sind noch einige Teile zu haben.
Ein sehr interessantes Projekt, wie ich finde, und vor allem auch den Mut zu haben sich auf 2 Abenteuer gleichzeitig einzulassen. Zum einen meine ich den Kilimanjaro selbst, zum anderen denke ich an die beiden Mitwanderer.
Abschliessend wünsche ich den Drei gutes Gelingen!





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