Clean Climbing – Klettern ohne Bohrhaken

| Artikel, Klettern | 25/08/2009 | 3 Kommentare

Clean Climbing - Klettern ohne BohrhakenIn manchen Bereichen gilt seit geraumer Zeit das Motto “Back to the roots” (Zurück zu den Ursprüngen), auch beim Klettern scheint sich wieder etwas zu tun. In der Schweiz, als Hochland des Plaisirkletterns, erlebt das “Clean Climbing” wieder eine Renaissance.

Clean Climbing“, auch noch “Trad(itional) Climbing” oder ganz einfach “Klettern ohne Bohrhaken” ist seit geraumer Zeit wieder ein Thema. Der Schweizer Alpen Club verzeichnet jedenfalls einen deutlichen Teilnehmerzuwachs in seinen speziellen Clean Climbing-Kursen.

Was heisst das “Traditional Climbing” nun genau? Viele kennen das Plaisirklettern, wobei die Expressen am Bohrhaken eingehängt werden. Beim “sauberen” Klettern sucht man sich vorzugsweise  keine präparierten Routen, sondern versucht die Routen zu klettern, welche nicht mit Bohrhaken versehen sind.

Dort nimmt man nun andere Sicherungsteile, wie beispielsweise Klemmkeile (Friends, Cams, Rocks, …). Diese werden gleich im Fels verkeilt.

Es ist klar, dass diese Art des Kletterns einiges an Erfahrung und Können erfordert. Dennoch wollen viele Kletterer lernen sich wie Erstbegeher in der Wand zu fühlen. Einige meinen sogar, dass man den Fels und seine Beschaffenheit dadurch noch viel intensiver erlebt.

Gefährlicher ist das Trad Climbing an sich nicht, man sollte sich dennoch bewusst sein, dass sich Klemmkeile beim Sturz lösen können. So wird den Anfängern geraten, ihre ersten “Clean”-Versuche an einer präparierten Route zu wagen. Dabei sollten die Bohrhaken nur als zweite Sicherung dienen.

Clean Climbing zu klettern würde mich auch mal interessieren. Mal schauen, wie sich meine Kletterkünste entwickeln.

Bildquelle: flickr.com

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Ein paar Worte zum Autor ()

Seit Jahren interessiert sich Aender für die Neuheiten in den Bereichen Trekking, Outdoor, Bergsteigen, Klettern. Besonders die Innovationen in Sachen technisches Equipment und Funktionalität wissen zu begeistern.

Kommentare (3)

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  1. Thorben says:

    In Schottland sind gebohrte Routen eine Seltenheit. In meinem Guide Scottish Rock sind glaube ich 8 Routen von hunderten gebohrt, darum fiel ich auch am Anfang meines Studienjahres ins kalte Wasser.
    Ehrlich gesagt fehlt mir der Mut, schwierigere Sachen im Trad vorzusteigen, da ich schon finde, dass es gefährlicher ist.
    Besonders weil das Setzen der Cams und Nuts eine Wissenschaft für sich ist, und es trotzdem immer wieder vorkommt, dass sich eine Klemme löst.
    Das andere Problem ist die Investition. Während man beim Sportklettern mit nem Seil und nem Dutzend Quicks auskommt, brauchst du hier idealerweise zwei Halbseile (so reduziert man das Pedeln beim Sturz und verteilt das Sturzgewicht auf zwei Haken), und eine ganze Palette von Cams und Nuts, wobei man hier schnell mal auf über 1000 Euro kommt.
    Alternativ kann man es machen, wie ein tschechischer Freund es in Tschechien gelernt hat, und in handelsübliche Bandschlingen Knoten machen und diese Knoten im Fels verkeilen.

  2. Ander says:

    Ja, über den finanziellen Teil hatte ich erst gar nicht berichtet.
    Das richtige Equipment hat halt seinen Preis. Dabei hängt es auch noch davon ab, wie viel und was man sich alles leisten möchte.

    Zu den unberührten Routen in Schottland, könnte ich auch noch jene von Malta nennen. Auf der Insel im Mittelmeer gibt es viele “saubere” Routen, sowie einige Deep Soloing.

    Auf jeden Fall ist es dort etwas wärmer…

  3. “Clean Climbing” war mir bis jetzt kein Begriff. Dennoch mache ich das schon seit Jahren. Im Elbsandsteingebirge kletter ich schon seit über 5 Jahren in Routen, die nicht gesichert sind. Hier sichert mal sich generell hauptsächlich mit Knotenschlingen. Wer im Elbsandstein klettern lernt, ist gewappnet für die ganze große Kletterwelt.

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